dunkelhäutige Frau mit Lupe vor dem Auge, als würde sie die Haut analysieren wollen
06.08.2021

Unreinheiten auf der Spur: wie Hautanalyse zur Gesundheit beiträgt

Text: Beatrix Treml

Die Haut ist nicht nur das größte menschliche Organ, sie ist auch das einzige Organ, dessen Zustand unmittelbar sichtbar ist. Die Ursachen für Hautirritationen oder Allergien können sehr verschieden sein. Hautanalysemethoden helfen, den Auslösern auf den Grund zu gehen.

Unser Gesicht offenbart viele Emotionen und Informationen über unser Leben. Wenn wir jemanden ansehen, merken wir sofort, ob die Person traurig, verärgert oder glücklich ist. Unterschiedliche Gesichtsausdrücke entstehen durch Muskeln, Durchblutung sowie Nerven – eigentlich aus allem was sich unterhalb der Haut befindet. Fakt ist also: Haut und Körpersystem stehen in einem Zusammenhang. Da die Haut über das Nervensystem auch in unmittelbaren Kontakt zur Psyche steht, machen sich psychische Probleme ebenfalls auf der Haut bemerkbar. Unreinheiten im Gesicht etwa spiegeln verschiedenste Probleme der menschlichen Organe wider oder weisen auf andere psychische Belastungen hin. Die richtige Gesichtspflege, eine ausgewogene Ernährung und die mentale Gesundheit spielen also eine wesentliche Rolle für das gesamte Erscheinungsbild der Haut. 

Auch wenn nicht hinter jedem Hautausschlag eine emotionale Belastung steckt, sollten Sie die Zeichen des Körpers nicht ignorieren und der Ursache auf den Grund gehen. Eine Hautanalyse kann dabei helfen. YOLO beleuchtet dieses Thema ganzheitlich und zeigt Ihnen drei Möglichkeiten zur Durchführung einer Hautanalyse.

Drei bewährte Methoden zur Hautanalyse

Eine Hautanalyse kann in vielerlei Hinsicht helfen. Egal ob Sie, rein oberflächlich, Pflegeprodukte besser auf das Hautbild abstimmen möchten oder ob Sie auf der Suche nach dem Ursprung des Problems sind. Die Haut wird oft auch als Spiegel der Seele bezeichnet, da sich Stress, Krankheiten, organische Beschwerden und Lebensmittelunverträglichkeiten als Rötungen oder Pickel bemerkbar machen. YOLO stellt Ihnen nachfolgend drei verschiedene Methoden zur Hautanalyse vor. 

1. Face Mapping

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sieht einen Zusammenhang zwischen bestimmten Gesichtszonen, dem Körpersystem und den inneren Organen. Face Mapping, auch Gesichtsdeuten genannt, ist eine traditionelle Technik aus China und eine etablierte Methode der Hautanalyse. Die Haut wird dabei in Zonen geteilt und anschließend aufgrund von Unreinheiten im Gesicht analysiert. Irritationen können laut TCM auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Jedes Hautproblem, egal ob tiefe Falten, Trockenheit oder auch Ausschläge, weist auf ein inneres Ungleichgewicht hin – sei es psychischer oder physischer Natur. 

Hier ein Beispiel für eine Hautanalyse mittels Face Mapping: Finden sich Mitesser oder Pickel auf der unteren Wangenpartie, könnten Sorgen, Angst oder ein Mangel an Energiereserven die Ursache sein. Diese Gesichtspartie steht im Zusammenhang mit dem Lungenmeridian. Da dieser sowohl mit der Gefühlsebene als auch mit dem Atmungssystem verbunden ist, können aber auch Rauchen oder schlechte Luft die Ursache für Pickel an der Wange sein.

2. Hautanalyse beim Dermatologen

Ganz anders als das Face Mapping läuft eine Hautanalyse beim Dermatologen ab. Da sich Bedürfnisse der Haut nicht nur im Laufe des Lebens, sondern auch während der Jahreszeiten ändern, liegt die häufigste Ursache von Unreinheiten bei der falschen Pflege – Beschwerden sind hier verstopfte Poren, Juckreiz oder auch trockene Stellen. Um herauszufinden, was Ihre Haut wirklich braucht, ist eine professionelle Analyse beim Hautarzt ratsam. „Eine Hautmessung beim Dermatologen, die die individuelle Beschaffenheit der Haut analysiert, gibt wichtige Hinweise für ein maßgeschneidertes, an die besonderen Bedürfnisse der Haut angepasstes Pflegekonzept“, rät Dr. Uta Schlossberger, Hautärztin in Köln. Unterschiedliche Hauttypen haben verschiedene Anforderungen. Es ist also in erster Linie wichtig herauszufinden, was Ihre Haut braucht und wie der momentane Zustand ist. Denn nur mit den richtigen Inhaltsstoffen wird die Haut optimal versorgt.

Zur Feststellung der natürlichen sowie situationsbedingten Beschaffenheit der Haut nutzen Dermatologen wissenschaftliche Messmethoden, die in der Regel mit medizinischen Computertechnologien durchgeführt werden. Die Messung wird üblicherweise im Gesicht an der Stirn, den Wangen und dem Kinn durchgeführt. Dabei liegt der Fokus auf Pigmentierung, Porengröße, Rötungen, Faltenbildung und Elastizität. Je nach Gerät fallen Analysemerkmale weg oder es kommen noch weitere hinzu. Das Ergebnis liegt sofort vor, gibt Aufschluss über die Förderung und Erhaltung der Hautgesundheit und weist auf eventuell notwendige medizinische Behandlungen hin.

Es gibt auch online ein umfangreiches Angebot an Hautanalysen, diese basieren aber zum Großteil auf Umfragen und sind relativ oberflächlich – das Gleiche gilt für Apps und Analyse-Automaten in Drogeriemärkten. 

3. Funktionelle Myodiagnostik

Die Funktionelle Myodiagnostik (FMD) analysiert im Gegensatz zu den beiden anderen Methoden nicht direkt die Haut. Vielmehr liegt der Fokus darauf, die Ursachen für Unreinheiten, Juckreiz und anderen Beschwerden herauszufinden. „Die FMD ist kein Hokuspokus, sondern Erfahrungsmedizin, bei der es um die Wahrnehmung am Patienten geht. Gerade in komplizierten Fällen ist oft eine Diagnosefindung gemeinsam mit dem Betroffenen möglich“, wie einer Broschüre der Ärztegesellschaft für Funktionelle Myodiagnostik zu entnehmen ist. Seit 2004 ist die komplementärmedizinische Methode von der österreichischen Ärztekammer anerkannt und kann nur von Ärzten und Physiotherapeuten erlernt werden.

Es handelt sich dabei um ein bioenergetisches Verfahren, das ein ganzheitliches Diagnose- und Therapiesystem darstellt. Der menschliche Muskel dient dabei als Testinstrument. Durch Beobachtung dessen Reaktion auf verschiedene einwirkende Reize, ist es möglich, Störungen der Gesundheit festzustellen. 

Mit Achtsamkeit Hautprobleme richtig behandeln

Hautprobleme können unterschiedliche Ursachen haben und mindestens mit genauso vielen verschiedenen Methoden analysiert werden. Es kommt dabei immer auf die aktuelle Lebenssituation an, welche Herausforderungen gerade vorliegen und welche Methode dementsprechend die geeignetste ist. 

Die Haut reagiert auf innere Unruhezustände beispielsweise relativ schnell. Solange sich diese wieder von selbst legen, muss Stresspickelchen keine weitere Beachtung geschenkt werden. Halten die Belastungen länger an und die Beschwerden bleiben gleich oder verstärken sich, ist es wichtig die Signale des Körpers zu erkennen. Ähnliches gilt, wenn Unreinheiten in Zusammenhang mit neuen Pflegeprodukten entstehen. Die Haut braucht oft eine gewisse Zeit, um sich an neue Inhaltsstoffe zu gewöhnen. Sollten Sie nicht wissen, woher Ihre Hautirritationen kommen, könnte die Funktionelle Myodiagnostik Aufschluss über eventuelle Ursachen geben. 

YOLO findet alle drei Methoden äußert spannend! Welche Hautanalyse die richtige für Sie ist, liegt aber ganz an Ihnen und Ihrer individuellen Situation


Quellen: 


Artikeleckdaten:

  • Artikelerstellung: 6.8.2021

 

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